Beton & Begegnung – Wo Stadt auf Mensch trifft
Verfasst von Wolfgang Mertens
Wir blicken mit großer Freude und auch ein wenig Stolz auf eine besondere Ausstellung zurück. „Beton & Begegnung – Wo Stadt auf Mensch trifft“ war für uns als Nürnberg Unposed Collective ein intensives und gemeinsames Projekt – von der ersten Idee bis zur letzten gehängten Fotografie.
Über viele Monate hinweg entstand Schritt für Schritt eine Ausstellung, die bewusst nicht als klassische „Best-of“-Schau gedacht war. Stattdessen wollten wir ein klares inhaltliches Konzept verfolgen: das Spannungsfeld zwischen Mensch und Stadt sichtbar zu machen.
Die Ausstellung wurde von Sebi und Marc kuratiert. Insgesamt waren 150 Fotografien zu sehen – 120 Arbeiten im Format 13 × 18 cm sowie 30 Fotografien im Format 40 × 50 cm. Die Bildauswahl folgte dabei nicht einzelnen Highlights, sondern einem zusammenhängenden visuellen Erzählraum, der unterschiedliche Facetten urbanen Lebens miteinander verbindet.
Ein gelungener Vernissage-Abend
Mit der Vernissage im Kunsthaus Nürnberg wurde dieses Projekt schließlich für das Publikum geöffnet – und der Abend entwickelte sich zu einem rundum gelungenen Auftakt.
Das Haus war gut gefüllt, viele bekannte Gesichter waren gekommen: Freund:innen, Familie, Wegbegleiter:innen und zahlreiche neue Besucher:innen. Die Atmosphäre war offen und lebendig, geprägt von vielen Gesprächen über Fotografie und die Geschichten hinter den Bildern.
Den inhaltlichen Auftakt bildete die Ansprache von Matthias A. J. Dachwald, Leiter des Künstlerhauses Nürnberg und Kurator des Kunsthauses im KunstKulturQuartier der Stadt Nürnberg. Mit seiner großen Erfahrung als Ausstellungsmacher gab er der Ausstellung einen wertschätzenden und einordnenden Rahmen – dafür danken wir ihm sehr.
Im Anschluss wurde auch der Ausstellungskatalog vorgestellt, der alle gezeigten Fotografien in einer hochwertigen Publikation vereint.
Ein besonderes Highlight des Abends war außerdem die Präsentation der Kurzreportage „Between Frames“, einem Filmprojekt der Fachhochschule Ansbach. Realisiert wurde der Film von Felix Bittel, Linus Hofer, Zeno Scharrer und Simon Karl. Die Dokumentation nähert sich dem Thema Streetfotografie aus einer eigenen filmischen Perspektive.
Mensch und Stadt – das Thema der Ausstellung
Städte bestehen nicht nur aus Beton, Glas und Stahl – sie leben durch die Menschen, die sie durchqueren, bewohnen oder nur kurz streifen. Genau diesem Verhältnis widmete sich die Ausstellung „Beton & Begegnung“. Ausstellungskonzept_nürnberg u…
Im Zentrum steht der Moment, in dem urbane Struktur auf menschliche Präsenz trifft: flüchtig, zufällig, manchmal fast unsichtbar – und doch voller Bedeutung.
Die gezeigten Fotografien stammen von sechs Mitgliedern des Nürnberg Unposed Collective und zeigen Momentaufnahmen urbanen Lebens aus Städten in Deutschland, Europa und darüber hinaus. Spiegelungen, Silhouetten, Bewegungen und auch Leere spielen dabei eine wichtige Rolle. In diesen visuellen Begegnungen entstehen stille Geschichten über das urbane Leben – über das Zusammenspiel von Licht, Raum, Körper und Zeit.
Streetfotografie als bewusste Gestaltung
Die Ausstellung versteht Streetfotografie als eigenständige künstlerische Disziplin. Die Bilder zeigen reale Alltagsszenen im öffentlichen Raum – spontane Momente, die im Bruchteil einer Sekunde entstehen.
Gleichzeitig folgt die fotografische Arbeit klaren gestalterischen Prinzipien. Komposition, Linienführung, Perspektive, Licht und Farbgebung spielen eine zentrale Rolle. Auch wenn die Situation ungeplant entsteht, achten die Fotograf:innen bewusst auf Bildaufbau, Balance, Rhythmus und Kontraste.
So entstehen Fotografien, die das urbane Leben dokumentieren und zugleich formal durchdacht gestaltet sind.
Ziel der Ausstellung
Mit der Ausstellung wollten wir zeigen, wie vielfältig und erzählerisch Streetfotografie sein kann. Sie macht sichtbar, was im Alltag oft übersehen wird: kleine Gesten, kurze Begegnungen, besondere Lichtmomente oder grafische Strukturen im Stadtraum.
Unser Ziel war es, Besucherinnen und Besucher für diese flüchtigen Augenblicke des urbanen Lebens zu sensibilisieren – für Bilder, die das Leben im öffentlichen Raum einfangen und gleichzeitig eine eigene visuelle Sprache entwickeln.
Dank
Ein herzlicher Dank gilt dem Kunsthaus Nürnberg und der Stadt Nürnberg, die diese Ausstellung möglich gemacht haben.
Besonders danken möchten wir Stephanie Braun, Kulturmanagerin des Kunsthauses Nürnberg, für ihre Unterstützung, Beratung und Begleitung während der gesamten Planung.
Ebenso danken wir dem Fuji Store Nürnberg für die Unterstützung unseres Projekts.
Und natürlich danken wir allen Gästen für ihr Kommen, die vielen Gespräche und das große Interesse an unserer Arbeit.